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Rezension: Das Licht von Aurora

Kurzinfo:

  • Autor: Anna Jarzab
  • Genre: Jugendbuch, Roman, Liebesgeschichte
  • Verlag: Loewe Verlag
  • Seitenzahl: 447 S.

Kurzbeschreibung:

Sasha, die Parallelwelten für eine reine Erfindung hielt, findet sich plötzlich in einer solchen wieder. Um einen Krieg zwischen zwei Königreichen zu verhindern, muss sie in die Rolle der Kronprinzessin schlüpfen, die wie vom Erdboden verschluckt ist. Sehr bald fühlt sie sich nicht nur zwischen den verschiedenen Welten hin- und hergerissen, sondern auch zwischen zwei Männern, die beide um ihr Herz kämpfen…

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Eigene Meinung:

Ich habe mich schon als dieses Buch veröffentlicht wurde auf Lovelybooks auf ein Rezensionsexemplar beworben, allerdings nichts gewonnen.

Dann dachte ich: Nicht schlimm, kaufst du es halt wenn es in deine Buchhandlung kommt. Kam es aber NIE! Und ich bin einfach kein Mensch der in der Buchhandlung bestellt…fragt mich nicht warum.

Ich habe jetzt aber medimops und rebuy für mich entdeckt und da gab es dieses Prachtstück für ungefähr 10 Euro. Da musste ich natürlich zuschlagen.

Ich muss sagen, dass ich gemischte Gefühle über dieses Buch habe.

Auf der einen Seite hat mir Sasha als Protagonistin unglaublich gut gefallen und war mir immer total sympathisch. Manchmal ist sie zwar etwas unbeholfen und unselbstständig, aber im Großen und Ganzen ist sie eine der Protagonistinnen, die man einfach lieben muss, weil sie so nett und niedlich sind.

Ich finde wirklich, dass Sasha ein sehr reines Herz hat und das tut der Geschichte wirklich gut.

Ich mag ja eigentlich eher Protagonistinnen, die stark sind und ihren Willen durchsetzen können, aber Sasha ist so lieb und nett, dass man sie einfach mögen muss.

Die Idee ist übrigens nicht neu: Parallelwelten sind nichts Neues und eigentlich schon ziemlich verkannt, weil irgendwie alles erzählt wurde. Aber im Jugendbuchbereich sind mir da echt wenige untergekommen, die sich diesem Thema annehmen.

Da kann man es dem Buch auch nicht anhängen, dass es das Klischee des „Zwei-gleiche-Personen-dürfen-sich-nicht-berühren“ verwendet, denn es hat doch seine Berechtigung und gibt dem Plot eine ganz andere Wendung.

Auch die Idee, dass sich immer das GANZE Universum mit verändert, was ja im Prinzip nur logisch ist, war gut, denn das legitimiert natürlich Sprünge zwischen den Universen, denn es juckt das Universum natürlich gar nicht, ob sich da ein kleiner Haufen Materie in Luft auflöst, oder nicht.

Der Schreibstil der Autorin war für mich irgendwie wie nach Hause kommen. Ich ertappe mich beim Lesen von vielen Büchern dabei zu denken, dass ich immer wieder was „Normales“ haben will. Bei mir heißt das, was im Stil von Göttlich verdammt und Plötzlich Fee, weil ich diese relativ am Anfang meiner Lesezeit gelesen habe.

Und „Das Licht von Aurora“ schlägt genau in diese Schiene. Und es ist eigentlich schon längst Schnee von gestern, aber ich mag es trotzdem. Es ist, wie sich in eine warme Decke einkuscheln und einfach nur den Tag genießen.

Der Schreibstil lebt zwar von langen Ausführungen der Gedankengänge der Charaktere, was manchmal echt nerven kann, aber ansonsten ist er einfach locker flockig und kann sich echt mit vielen weiteren messen. Ich mag ihn und ich habe es sehr genossen 😀

Die Liebesgeschichte….ja, was soll ich dazu sagen….irgendwie wusste man das ja schon von Anfang an, aber ich habe mich trotzdem gefreut, als Sasha und der Love Interest endlich mal mehr miteinander gemacht haben. Allerdings hat mir irgendwie der Aufbau gefehlt. Ich hatte das Gefühl, dass die Liebe der beiden auf einem nonexistenten Fundament aufgebaut wurde. Das Fundament war einfach viel zu dünn, um eine große Geschichte darauf aufzubauen.

Was dann auf das sehr sehr dünne Fundament drauf gesetzt wurde, war echt super und hat echt Spaß gemacht zu lesen. Die beiden sind auch einfach nur zuckersüß zusammen, aber ohne vernünftiges Fundament ist das natürlich schwierig.

Die Geschichte an sich in dem Schloss und den ganzen Intrigen, die sich nach und nach aufdecken, war zwar nicht die Spannung schlechthin, aber eine oder zwei Wendungen waren dann doch sehr überraschend und nicht vorhersehbar. Ich mochte vor allem Gloria und Prinz Callum. Aber über den wollen wir hier nicht zu viel verraten! 😀

Die Charakterzeichnung generell war super gemacht. Kein Charakter war blass oder unverständlich. Alle haben eine Hintergrundgeschichte bekommen, die sie interessant gemacht hat und das führte dazu, dass die doch häufigen Dialoge ziemlich interessant wurde.

Charakterzeichnung hat Anna Jarzab richtig drauf!

Ist es jetzt komisch, dass ich vor allem die Bösen mochte? Ich fand, dass sie zwar etwas blass blieben, aber einer hat Motive dafür bekommen, warum er das macht und der andere bleibt so undurchschaubar, dass man sich noch auf die ein oder andere Überraschung freuen kann! 😀

Und zu Letzt: Das Cover ist ja wohl ein Traum! Und das vom zweiten Teil erst recht!

Ich liebe die Nordlichter und das transparente Kleid im Hintergrund. Und die Farbwahl von diesem tollen, dichten Dunkelblau ist einfach nur wunderschön!

Fazit:

Ein tolles Jugendbuch, das vor Allem durch tolle Charakterzeichnung, einen traumhaften Schreibstil und eine süße Protagonistin überzeugt. Außerdem ist die Idee wirklich neu in diesem Bereich und birgt viel Potenzial für folgende Bände. Einziger Kritikpunkt sind leichte Vorhersehbarkeit und eine nicht völlig ausgeschöpfte Liebesgeschichte.

4 von 5 Tintenklecksen von mir!

Tintenkleckse_4

PS: Ich habe bei dir Aktion #WirLesenAurora mitgemacht und habe tatsächlich gewonnen! 😀 Ich kann es immer noch nicht fassen! Also macht euch auf eine Rezension zum zweiten Band gefasst! Die kommt schneller, als ihr denken könnt XD

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11 Kommentare zu „Rezension: Das Licht von Aurora

  1. Ui, das Buch subbt in der Tat schon eine Weile bei mir rum. Ich hab nur in letzter Zeit zweimal bei Jugendbüchern daneben gegriffen – zuletzt bei Frostkuss, ich fand den Schreibstil einfach zu einfachm zu platt, zu umgangssprachlich. Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, was Du mit „nach Hause kommen“ meinst, wenn Du den Schreibtsil beschreibst … ist es sehr jung/umgangsprachlich fprmuliert oder schon etwas stilistisch anspruchsvoller (und nein, ich meine nicht ala Jane Austen sondern einfach keine Wöter wie superduperschick oder superhappy … das kann man sagen … aber nicht schreiben).

    DANKE!!!

    LG; Kati

    Gefällt 1 Person

    1. Nach Hause kommen heisst einfach sehr leicht zu lesen aber kein Jugendsprachenoverload 😀

      Es ist ein eigentlich ruhiger Schreibstil, der (für mich) die richtige Mischung aus Innen und Aussensicht sowie Gedankenbeschreibung und Dialogen hat. So wie z.b. Plötzlich Fee, Göttlich oder die Halo Trilogie
      Frostkuss fand ich übrigens echt grottig 😀

      Gefällt 1 Person

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