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Rezension: Songs of Revolution

Kurzinfo:

  • Autor: Emma Trevayne
  • Genre: Roman, Jugendbuch, Revolution
  • Verlag: One-Verlag
  • Seitenzahl: 440 S.

Kurzbeschreibung:

Anthem ist 18 Jahre alt und er will eigentlich nur eins: echte Musik machen. Doch er lebt in einer Gesellschaft, in der genau das mit dem Tod bestraft wird. Menschen dürfen nur künstlich erstellte Musik hören, ausschließlich produziert, um süchtig zu machen. Tagsüber dient Anthem dem System, doch abends folgt er seiner wahren Bestimmung: Er macht Musik mit seiner Band. Als die Repressalien der Machthaber unerträglich werden, beschließen Anthem und seine Freunde, sich zu erheben: Zusammen mit der schillernden Haven will er eine Revolution anzetteln – und mit der Kraft echter Musik möglichst viele Anhänger mobilisieren …

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Eigene Meinung:

Ich hatte dieses Buch eigentlich schon abgeschrieben, aber dann kam doch noch ein verspätetes Weihnachtsgeschenk angeflattert und brachte mir dieses Buch vorbei!

Ich habe mich sofort davon angesprochen gefühlt, dass es hier um eine Gesellschaft gehen soll, in der Musik machen verboten ist und die Revolution auf Basis der Musik vonstatten geht.

Eine Sache vorweg: Ich habe keine Ahnung, wer zum Teufel das auf dem Cover sein soll! Denn Anthem kann es nicht sein, das weiß man von seiner Beschreibung. Allerdings kann es auch nicht Haven sein, denn

a) hätte Haven auch pinke Lippen

und

b) ist sie ja nicht der Hauptcharakter und hat somit auf dem Cover eigentlich gar nichts zu suchen.

Mir hat dieses Buch ganz gut gefallen.

Die Idee einer Gesellschaft, die vom Krieg zerstört wurde und nun wieder aufgebaut wurde, allerdings die Bevölkerung unterdrückt, ist ja nichts Neues.

Was aber neu ist, ist die Musik. Diese fungiert als Droge und die ganze Bevölkerung ist süchtig nach dieser Droge, welche vom Staat zur Verfügung gestellt wird, aber natürlich bezahlt werden muss. Neben der süchtig machenden Wirkung gibt es allerdings auch noch verschiedene Einsatzmöglichkeiten: Schmerzmittel, Beruhigung, Aufputschen, Wütend, usw. Die Musik funktioniert hier also als Gefühls-Bereitsteller und nicht nur einfach so zum Vergnügen.

Nun aber zur eigentlichen Kritik:

Ich mochte den Schreibstil. Er war ein wenig technisch und abgehackt, was aber in dieser Geschichte durchaus Sinn macht und daher nicht schlimm ist, sondern eher noch eine gute Atmosphäre in die Story gebracht hat.

Ich mochte auch Anthem als Hauptcharakter, denn er verkörpert alles, was ein Held braucht und füllt diese Rolle auch gut aus, ohne sich dessen bewusst zu sein, was ihn immer sympathischer macht.

Die Charaktere waren eigentlich gut erdacht und hatten auch alle ihre Daseinsberechtigung, was mich bei der Menge an Charakteren schon erstaunt hat, aber trotzdem irgendwie funktioniert hat.

Was mich allerdings gestört hat, war, dass die Charaktere nicht tief genug waren, beziehungsweise nicht gut ausgearbeitet.

Ich könnte keinen von ihnen nach zwei Wochen noch unterscheiden, geschweige denn mich an ihre Namen erinnern. Das finde ich wirklich schade, denn die Charaktere hatten alle ein unglaubliches hohes Potenzial.

Die „Liebesgeschichte“ zwischen Haven und Anthem fand ich auf eine Art sehr süß, auf die andere Art allerdings unnötig, weil sie nur in zwei Szenen wirklich thematisiert wird und das ganze Geschmachte von Anthem vorher und nachher einfach nur nervig war. Dafür war einfach zu wenig Chemie zwischen den beiden und die Atmosphäre war auch nicht gerade aufgeladen mit Spannung.

Die Geschichte der Revolution an sich kam mir von Anfang an sehr komisch vor. Ich habe die ganze Zeit gedacht, dass das doch alles viel zu einfach ist und dass sie doch nicht glauben können mit nur 1000 Leuten und ein paar Konzerten ohne Plan ganz Manhatten einzunehmen…das hätte niemals funktioniert.

Außerdem war von Anfang an klar, wer denn der Verräter sein würde und dass zwischendurch jemand anders beschuldigt wurde, hat so wenig Sinn gemacht, dass ich mir an den Kopf gefasst habe und mich gefragt habe, wie man denn so leichtgläubig sein kann.

Die richtige Revolution war zwar überraschender und auch besser in Planung und Umsetzung und auch durchaus spannend geschrieben, dennoch irgendwie viel zu einfach.

Ich habe es den Charakteren einfach nicht abgekauft. Dafür, dass alles mehr als gut geklappt hat, muss dann aber am Ende doch noch jemand dran glauben, was mich erschreckender Weise nicht mal peripher tangiert und hat und komplett an mir vorbei ging.

War wohl als Entschuldigung, das alles glatt gelaufen ist.

Ich finde allerdings, dass das Buch doch einen gewissen Unterhaltungswert hatte und vor allem sehr gut geschrieben war, sodass sich die letzten 250 Seiten in einem Rutsh haben lesen lassen.

Ich komme mir übrigens vor, als sei ein spannender und leicht zu lesender Schreibstil mittlerweile fast eine Beleidigung für ein Buch, da es halt nicht mehr hatte und man ihm ja irgendwas zu Gute halten muss.

Das war aber bei diesem Buch nicht so und der Schreibstil war wirklich mitreißend und nicht nur vorheuchelnd mitreißend.

Übrigens ist dieses Buch ein glattes Muss für alle, die sich in irgendeiner Weise mit Musik beschäftigen. Und natürlich muss dabei passende Musik gehört werden, sonst hätte man ja den ganzen Spaß verpasst! 😀

Eine kleine Auswahl der Songs, die ich beim Lesen dieses Buchs gehört habe:

Fazit:

3,5 Sterne für ein Buch, das einmal mehr die Kraft der Musik aufzeigt und für jeden, der Musik liebt, genau das Richtige ist! Allerdings ist es mit ein paar Schwächen behaftet und konnte mich nicht ganz von sich überzeugen.

Tintenkleckse_3.5

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5 Kommentare zu „Rezension: Songs of Revolution

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