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Rezension: Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

Kurzinfo:

  • Autor: Sabine Schoder
  • Genre: Roman
  • Verlag: FISCHER KJB
  • Seitenzahl: 348 S.

Kurzbeschreibung:

Optimistisch gesehen ist Vikis Leben eine Vollkatastrophe. Da kann man schon mal aus Frust ein paar Tüten zu viel rauchen. Da kann es auch passieren, dass man nach einem Konzert mit dem Sänger der Band im Bett landet, obwohl man den eigentlich total bescheuert findet.

Wirklich.
Kein großes Ding.
Sowas passiert.
Aber ausgerechnet ihr?
Nein!
Ganz.
Sicher.
Nicht.

Oder vielleicht doch?

Liebe ist was für Idioten. Wie mich. von Sabine Schoder

Eigene Meinung:

+ Viki

Viki ist einfach so cool und gelassen trotz ihrer beschissenen Situation. Ich liebe ihre Stimmung und ihren Sarkasmus! Sie ist echt jemand, der sein Leben nicht bejammert, sondern im weitesten Sinne etwas draus macht und sich nicht unterkriegen lässt. Niemals. Und das ist ziemlich interessant und wirklich inspirierend. Viki ist einfach hammer cool und ich wünschte, ich wäre ein bisschen mehr wie sie. Sie hat schon viel durchgemacht und ist trotzdem nicht am Boden zerstört. Wirklich ein tolles Mädchen!

+ Jay

Jay Feretty. Hach ja. Auch wenn seine Aktionen manchmal komisch rüberkommen, machen sie am Ende trotzdem sehr viel Sinn. Wirklich. Und seine Philosophie ist der Hammer. Er ist einfach ein toller Kerl, auch wenn er seine schlechten Seiten hat. Und er beweist, dass auch der erste Eindruck total täuschen kann und das es immer unzählige Facetten von einem Menschen gibt, die man alle erstmal kennenlernen muss, auch wenn man einige vielleicht besser nicht gesehen hätte.

+ Viki UND Jay

Die beiden zusammen sind einfach nur total cute! Wenn auch nicht in diesem klischeehaften Stil, wie sonst immer. Bei den beiden gilt wirklich: Was sich liebt, das neckt sich! Und mit necken meine ich: Verbal fast umbringen!

Ich bin ja ein absoluter Fan von Wortgefechten und das Kitzeln der Sprache und dieses Buch hat mich in diesem Gesichtspunkt BESTENS unterhalten. Und dabei war es weder übertrieben, noch harmlos, sondern einfach nur echt.

Zusammengefasst: Die beiden sind wirklich ein One True Pairing.

+ Wie aus dem echten Leben

Es wird ja meistens in Büchern entweder extrem beschönigt oder extrem schlecht dargestellt. Aber in diesem Buch macht es den Anschein, als ob alles exakt aus dem Leben gegriffen wurde. So viel Glaubwürdigkeit ist echt selten und es wirkt frisch und neu in diesem Genre. Eine echte Überraschung!

+ Unschuldig und gleichzeitig erfahren

Die Liebe zwischen den beiden wird eigentlich von der anderen Seite aufgerollt. Erst kommt das körperliche (und das kam wahnsinnig schnell) und dann erst die emotionale Ebene. Schon das alleine ist ziemlich ungewöhnlich. Allerdings wird das Körperlich auch immer unwichtiger im Laufe des Buches und macht dem Emotionalen zwischen den beiden Platz. Und DAS ist GENIAL! Wo es bei den meisten eher andersrum ist, zeigt dieses Buch zwar nicht, wie es idealerweise aussehen sollte, aber es zeigt, wie wichtig die Gefühle in einer Beziehung sein sollten.

+ Zarte Liebe

Beide Protagonisten sind einfach völlig unerfahren, was richtige Liebe betrifft. Und beide wissen überhaupt nicht, wie sie damit umgehen sollen. Irgendwie verschiebt es jeder auf seine Art und Weise und das ist ziemlich knuffig und zeigt wieder, dass man sehr wohl Sex haben kann und von Liebe keine Ahnung haben kann. Die beiden machen was durch, was die Vorstellung von Liebe ziemlich erschreckend und surreal wirken lässt und das muss natürlich erstmal kompensiert werden. Aber wenn sie das geschafft haben, dann sind sie so loyal und liebevoll, wie ich es ihnen nie zugetraut hätte.

+ Vikis Freunde (hätte ich auch gerne :D)

Vikis Freunde sind einfach die Besten! Was würde ich für solche Freunde geben. Die wissen ganz genau, was Viki durchmacht und trotzdem sind sie loyal und versuchen sie immer wieder abzulenken oder aufzuheitern.

Und nach dieser einen Szene im Buch (die, die es gelesen haben, wissen, was ich meine) haben sie für mich endgültig Heldenstatus. Ohne viel Aufhebens einfach um sie kümmern und ihr helfen. Das würde fast niemand machen, den ich kenne. Solche Loyalität ist echt bewundernswert.

+ Das Glück, das sich langsam einschleicht (Vikis „neues“ Leben)

Ich weiß nicht, ob das als Spoiler zählt, aber nachdem Viki auf Jay trifft, wird ihr Leben Stück für Stück immer besser, ohne dass sie es wirklich merkt. Dieser Prozess wird dem Leser aber sehr bewusst und man freut sich so derbe für Viki, denn sie hat es wirklich verdient. Diese Wandlung macht das gesamte Buch aus und zeigt, wie sehr sich ein Mensch durch die Liebe verändern kann. Viki hat es echt verdient.

– Manchmal etwas zu übertrieben und unglaubwürdig

Zwei kleine Kritikpunkte habe ich dann doch:

Manchmal sind Situationen einfach ein wenig zu übertrieben und das beschädigt die hart erworbene Glaubwürdigkeit wieder ein Stück weit. Manchmal saß ich einfach nur da und dachte: Too much! So viel kann in so kurzer Zeit doch gar nicht passieren!

Das war dann doch ein wenig schade, hat aber dem Buch an sich nicht wirklich geschadet. Jedes Buch hat ja seine kleinen Schwächen. Was aber nicht heißt, dass es dadurch schlechter wird. Vielleicht wird es ja genau dadurch noch besser.

– Ende etwas zu kitschig für den Rest des Buches

DAS ENDE! Ich habe dieses Ende sooo gefeiert! Und Viki und Jay haben es auch echt verdient, dieses Ende.

Aber für den Rest des Buches war es einfach ein wenig zu kitschig und zu rosarot mit Glitzer. Ein kleiner Dämpfer war ja drin, aber trotzdem war es ein zu kitschiges Happy End.

Fazit:

Der Werbespruch „Eine Liebesgeschichte, so echt, dass sie weh tut“ trifft vollkommen zu. Respekt an die Marketing-Abteilung! Eine echt Liebesgeschichte mit tollen und sympathischen Protagonisten, die zum ersten Mal richtige Liebe erleben und daran wachsen. Und dabei gibt es nur wenige Schwächen, die fast nicht auffallen. Große Leseempfehlung!

4,5 von 5 Tintenklecksen.

Und das war´s auch schon für diesen Freitag. frauplasma over and out!

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15 Kommentare zu „Rezension: Liebe ist was für Idioten. Wie mich.

  1. Hey,
    Das Ende war auch mein Hauptprobleme. Es war viel zu übertrieben! 🙂
    Auch fand ich es zu vorhersehrbar, es muss doch jeden klar gewesen sein, warum Jay nicht zur Schule geht?

    Ich habe meine Rezi zu dem Buch gerade eben veröffentlicht und fand witzig, dass du auch vor kurzem die Rezi veröffetlicht hast. Wir sind uns mal wieder ziemlich einig.
    Liebe Grüße,
    Sarah

    Gefällt 1 Person

    1. Also mir war nicht klar, warum Jay nicht zur Schule geht.
      Ich dachte wirklich an ein Drogenproblem. Aber im Nachhinein macht das sehr viel Sinn.

      Und genau: Mal wieder sind wir uns seeehr einig 😀
      Das macht Spaß 😀
      Wir sollten die Probe aufs Exempel machen und ein Buch zusammen lesen 😀

      Liebe Grüße,
      frauplasma

      Gefällt 1 Person

      1. Ich habe „der Rithmatist“ von Brandon Sanderson auf meinem Sub noch liegen, ich glaube das könnte was für eins beide sein. Hmm.. ? ^^ Nur mal so eine Idee. Oder schau mal auf meine ungelesen Bücher, ob du eines hast, was wir gemeinsam lesen könnte. 🙂

        Gefällt mir

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