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Rezension: Twin Island: Das Geheimnis der Sophie Crue

Kurzinfo:

  • Autor: Jessica Khoury
  • Genre: Thriller
  • Verlag: Arena Verlag
  • Seitenzahl: 394 S.

Kurzbeschreibung:

Sofies Mutter trennte sich vor Jahren von der Familie, um auf einer abgelegenen Insel zu forschen. Als dann ein Hilferuf von ihr bei Sofie eintrifft, eilt sie sofort zur Hilfe. Sie muss allerdings feststellen, dass keiner sie zu besagter Insel fliegen will und sie auf keiner Landkarte vermerkt ist. Aber Jim, ein Jugendfreund von Sofie, ist schließlich bereit dazu. Warum hat Sofies Mutter den Hilferuf verfasst? Was geht auf Skin Island vor sich?

Khoury_Twin Island_Das Geheimnis der Sophie Crue

Eigene Meinung:

Nach „Die Einzige“ musste ich natürlich auch das zweite Buch von Jessica Khoury lesen!

Nun also „Twin Island“:

+ Spannung

Dieses Buch platzt geradezu vor Spannung. Nie wird den Charakteren eine ruhige Minute gegönnt und sie werden immer in Beschlag genommen. Dass das an ihren Kräften zehrt, ist natürlich klar. Die vorhandene Spannung reist nie ab und ist ein fließender Strom, der den Lser mitreist und bis zum bitteren Ende nicht wieder loslassen will.

+ Wissenschaftlicher Hintergrund

Das hat mir sehr an diesem Buch gefallen. Denn genau wie bei „Die Einzige“, steht auch hier wieder ein Forschungsprojekt im Vordergrund. Die Erklärung und der Hintergrund davon hat mich sehr fasziniert. Genauso wie die Szenerie, die wieder in einem Forschungskomplex spielt. Die wissenschaftlichen Aspekte sind wirklich gut gelungen und vermitteln den Eindruck, dass Khoury sich wirklich ausgiebig damit beschäftigt hat, was die Wissenschaft schon hervorgebracht haben könnte.

+ Hinterfragung der wissenschaftlichen Vorgänge

Ganz im Sinne von Dürrenmatts „Die Physiker“ wird auch hier die Verantwortung und Moral der Wissenschaft in den Vordergrund gestellt. Dies ist geglück, vor allem, wenn man die Standpunkte von Sophie und ihrer Mutter, die die Kontrolle über ihre eigene Schaffung verloren hat,  nebeneinander sieht.

+ Lux´ Gedanken

Das an sich ist schon ein riesengroßer Spoiler. Wer also das nicht hören möchte. Ab zum nächsten Stichpunkt!

Lux (sie ist ein Vitro) bekommt auch ein paar Gedankengänge zugestanden, in denen man ihre ersten Gedanken mitbekommt und wie sie vom Computer mit Informationen gefüttert wird. Auch ihre Verwirrung und ihre Fixierung auf Jim ist einfach nur gut gemacht. Chapeau, Jessica Khoury!

+ Faszinierender Schreibstil

Jessica Khourys Schreibstil hat einfach etwas an sich, was man nicht ignorieren kann. Er ist flüssig und leicht, aber doch fordernd und irgendwie ganz anders. Sie schafft es, genau das richtige Maß an Spannung zu erzeugen, ohne dass der  Leser die ganze Zeit weiterspringt. Sie schafft es, dass man sich in ihrer Welt wohlfühlt und verwendet nicht das „komische“ Vokabular mit dem sonst alle Thriller auszukommen versuchen.

+ Idee

Die Idee an sich ist wieder mal klasse: Eine Forschungsinsel, eine Forscherin, deren eigenes Projekt aus ihren Händen gleitet, Menschen, die in Glaskästen aufgezogen werden und sich auf einen bestimmten Menschen prägen, dazu noch die eigentliche Intention des Projektes, die missglückten ersten Menschen und Computerchips im Kopf.

Na wenn das mal keine explosive Mischung ist (Achja: SPOILER)

+ Kleine aber feine Liebesgeschichte

Man merkt, wie sehr Jim und Sophie sich vermisst haben und wie sie sich neu kennenlernen müssen. Allerdings kommt von beiden immer wieder Gedanken, wie gerne sie doch mit dem jeweils anderen da sind und dass sie froh sind, einander in diesen Situationen zu haben. Außerdem immer wieder kleine Anspielungen von beiden. Und obwohl man keinen Kuss bekommt, merkt man doch, wie fest dieses Abenteuer die beiden zusammengeschweißt hat. Einfach super!

+ Ende

Mit diesem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet! Ein Plottwist, wie er im Buche steht! Viele Irrungen und Wirrungen und trotzdem geht mit ein paar Verlusten alles zufriedenstellend aus.

– Titel und Beschreibung

Der deutsche Titel! *aaaarrrrrrgh* Das Ding heißt im Original VITRO und das macht auch Sinn! Denn diese Leute da auf der Insel heißen VITROS! Außerdem heißt die Insel SKIN ISLAND UND NICHT TWIN ISLAND! Und der Fakt, auf dem dieser Titel beruht, ist für die Story einfach mal TOTAL irrelevant! Und es lässt völlig falsche Rückschlüsse auf den Inhalt schließen. Es geht nicht um Zwillinge, jedenfalls nicht primär! Mein Gott, wer hat das denn bitte verbrochen?

Außerdem steht in der Amazon-Beschreibung: Dort leben Menschen mit besonderen Talenten…

NEIN; TUN SIE NICHT! Außer man zählt mit einem Computer-Chip versehen werden und in der Vitrine aufwachsen als Superheldenfähigkeit! Computerman und Reagenzglasboy! Die neuen Superhelden! Ja ne…is klar

– Auflösung von Nicholas vorhersehbar

Jaaaaa, der liebe Nicholas ist ein Psychopath. Hätte ich euch von Anfang an sagen können…

– Zu viel Familiendrama

Manchmal ging mir das Getue von Moira und Sophie richtig auf den Geist. Immer hieß es: Oh mein Gott, wie kann sie sowas tun und Es tut mir leid und Hach, hätte ich doch

Dabei war das alles nicht halb so schlimm, wie das, was vor der Tür abging…

– Wenig Abwechslung

Verfolgung, Gespräch, Kampf, Verfolgung, Gespräch, Kampf….

So oder so ähnlich! Die ganze Zeit….ein wenig eintönig

Zusammenfassend bekommt dieser Jugendthriller für eine wirklich toll erdachte Geschichte und seine Spannung 3,75 Tintenkleckse!

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Ein Kommentar zu „Rezension: Twin Island: Das Geheimnis der Sophie Crue

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